Nic Thanei
Was ist deine Lieblingsstrecke beim Nationalpark Bike-Marathon?
Die Jauer-Strecke. Als gebürtiger Münstertaler, aufgewachsen in Müstair, habe ich meine ganze Kindheit und Jugendzeit im Münstertal verbracht. Der Start in Fuldera ist für mich ein Highlight und mit dem ersten Aufstieg Richtung Döss Radond, das Tor der Val Mora, fühle ich mich richtig wohl.
Wie sieht deine optimale Rennvorbereitung für den NBM aus?
Drei Tage vor dem Nationalpark Bike-Marathon mache ich ein gemütliches Training mit ein paar kurzen Intervalle. Danach bereite ich mein Bike optimal für das Rennen vor, alle Schrauben werden nochmals nachgezogen, die Bremsen kontrolliert, Reifen neu mit Tubeless-Milch gefüllt und alles gut nachgefettet. Die restlichen Tage pausiere ich, trinke und esse ausreichend. Jetzt fehlt nur noch die Startnummer!
Welcher Abschnitt ist für dich etwas ganz Besonderes – und warum?
Der Singletrail von Val Mora bis Passo di Fraele ist für mich ganz besonders. Schleichend durch die Legföhren, am Fusse des Serraglios, wo ich im September auf die Jagd gehe, fühle ich mich ganz frei. Ein Moment lang vergesse ich den Rennschmerz und die Vorfreude für die Jagd überwiegt und motiviert mich zusätzlich. Ich sauge die ganze positive Energie auf und bereite mich schon für den legendären Aufstieg des Passo Chaschauna vor.
Wenn du jemandem nur eine Trainingsstrecke in der Region empfehlen dürftest – welche wäre es und weshalb, abgesehen von der NBM-Strecke?
Also beim Nationalpark Bike-Marathon ist der Passo Chaschauna der Höhepunkt. Dieser ist steil und gnadenlos. Um sich im Engadin perfekt auf die steilen Verhältnisse des Passo Chaschauna vorzubereiten, empfehle ich hoch nach Prui – ab nach Motta Naluns – und dann Fuorcla Champatsch und runter zum Hof Zuort.